Berglust auf der Südseite der Alpen Bad Kleinkirchheim

Berglust auf der Südseite der Alpen Nassfeld/Pressegger See - Lesachtal - Weissensee

Berglust auf der Südseite der Alpen Biosphärenpark Nockberge

Berglust auf der Südseite der Alpen Nationalparkregion Hohe Tauern

nock/art – Kunst am Berg

Kunst am Berg trifft Alpe-Adria-Trail

nock/art Bad Kleinkirchheim

Kunst am Berg trifft Alpe Adria Trail

Mein nock/art Tag beginnt hoch oben über dem Kirchheimer Tal und führt mich entlang der neu gestalteten "Nockberge Biosphärenpark-Runde".

Oben ankommen. Gleich ist er da, dieser besondere Moment, der sich stets während der letzten Meter meiner Fahrt mit der Nationalparkbahn Brunnach einstellt … dann, wenn der langgezogene, lieblich geformte, gold-grün leuchtende Bergrücken zum Mallnock hinauf eindrucksvoll in mein Blickfeld rückt, wenn die darauf erkennbare sanft geschwungene Kontur des Gratwanderweges jene Linie bildet, an der sich Himmel und Erde scheinbar berühren … ein Augenblick aufgeregter Vorfreude auf die bevorstehende Wanderung, der für ein angespanntes Kribbeln im Magen sorgt und all meine Sinne in ihrer Wahrnehmung schärft.

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Müßiggang auf der langen Bank

Nach dem Ausstieg finde ich mit der beeindruckend langen, harmonisch geformten nock/art Bank meinen ersten Orientierungspunkt am Berg. Dieses Kernstück des heute eröffneten Premium Wanderwegenetzes in Bad Kleinkirchheim lädt mich dazu ein, Platz zu nehmen und innezuhalten. Ich genieße diesen Perspektivenwechsel – mein erster Blick ins Tal! All das geschäftige Treiben scheint dort unten geblieben zu sein, während ich hier oben völlig losgelöst vom Alltag wohltuenden Leerlauf erfahre. Nur schauen, atmen und ankommen am Berg. Als ich mich nach einigen Minuten der Stille umblicke, erkenne ich auch in den Gesichtern meiner Mitwanderer die ersten „Spuren“ ihres Bergerlebnisses.
Wandergruppe auf der Nockberge Biosphärenpark Runde
© Brigitte Kaplenig / Unsere ersten Schritte auf der neu eröffneten "Nockberge Biosphärenpark-Runde" …

Auf geht’s

Nach der feierlichen Eröffnung der nock/art Wege brechen wir schließlich gemeinsam auf zur „Nockberge Biosphärenpark-Runde“. Obzwar mir diese Tour durchaus vertraut ist, bringt die neue Beschilderung auch für mich eine besondere Qualität des Gehens mit sich. Stets erblicke ich in der Ferne einen hölzernen Wegweiser, der für ein Gefühl von Sicherheit am Berg sorgt und mich darauf vertrauen lässt, auf dem richtigen Weg zu sein. Das macht den Kopf frei für das bewusste Erleben der Natur. Ein besonderes Highlight sind die mit NFC-Technologie ausgestatteten Kulturstümpfe am Wegesrand, bei denen ich dank Handy hoch oben am Berg eine Geschichte über die Region erzählt bekomme.

Ins Land eini gschaut

Die Landschaft der Kärntner Nockberge bedeutet wahrhaftige Vielfalt. Hier können mein Auge und mein Herz aus dem Vollen schöpfen: das saftige Grün der grasbewachsenen Berghänge, das mit zunehmender Höhe in einen warmen Braunton übergeht … die orangebraunen Felsen der Roten Burg, die im Sonnenlicht feurig glänzen … die Weite des Raumes, der sich mir offenbart bei einem Rundblick auf das vielschichtige Formenspiel der umliegenden Nocken, sanfte Riesen, die um die Großzügigkeit des ihnen zur Verfügung stehenden Raumes zu wissen scheinen … und schließlich die urigen Hütten, die dem müden Wanderer einen Ort der Rast und des Genusses authentischer Hütten-Kulinarik bieten.
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© Brigitte Kaplenig

Auf den Spuren des Alpe Adria Trails

Dass sich gerade hier der nock/art Weg ein Stück weit mit dem Alpe-Adria-Trail vereint, jenem Weitwanderweg, der vom Großglockner bis ans Meer verläuft, kann kein Zufall sein. Auf den Etappen, die durch den Biosphärenpark Nockberge und an Bad Kleinkirchheim vorbeiführen, erfährt man hautnah, was es bedeutet, im Garten Eden zu wandern. Hier ist tatsächlich der Weg das Ziel. Mehr Infos zum Alpe-Adria-Trail

Nock/art – Kunst am Berg

Auf der „Nockberge Biosphärenpark-Runde“ befindet sich mit „Ende NEU“ von Michael Strasser zudem ein im Jahr 2014 realisiertes nock/art Projekt, das mich zum Nachdenken über die vor mir liegende, von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft anregt. Wenn nämlich aus einer Gruppe verfallener Heustadel einer von ihnen in kräftigem Gelb herausleuchtet, schafft es der LandArt Künstler damit, mein sprichwörtliches Augenmerk auf diese stummen Zeugen der Veränderung bäuerlichen Lebensraumes zu richten. Kunst am Berg, ein Widerspruch? Nein, vielleicht sogar der passendste Ort für eine derartige Reflexion, öffnet doch gerade das Naturerleben Geist und Seele für solche Impulse der Kunst.

Über magische Orte und das Gold der Nockberge

Bevor sich unsere Gruppe wieder auf den Weg zurück zur Brunnachhöhe macht, setze ich mich im Schutze des Mallnock-Gipfels auf einen von drei riesigen Lärchenholzkreisen am Boden, verziert mit dem Symbol der Speikpflanze, dem alpinen Baldriangewächs, das ob seiner wohltuenden Wirkung auch Gold der Nockberge genannt wird. Von diesem Alpe-Adria-Trail Magic Point aus wird mir noch einmal ein besonders eindrucksvoller Blick ins Tal geschenkt.
 Magic Points, die Weitwanderer auf besonders schöne Ausblicke aufmerksam machen
© Brigitte Kaplenig / Magic Points, die Weitwanderer auf besonders schöne Ausblicke aufmerksam machen.
Wanderbus im Biosphärenpark Nockberge
Tipp

Vom Berg in die Thermen

Schließlich geht es mit herrlich freiem Kopf, aber übervollem Herzen wieder ins Tal hinunter. Hier können müde Wanderer übrigens in einer der beiden Thermen des Ortes – Thermal Römerbad und Therme St. Kathrein – Entspannung und Regeneration im wohltuenden Thermalwasser finden.
Hier geht's zu den Alpine Wellness Wohlfühltagen


Bilder und Text: Brigitte Kaplenig / 06.06.2015

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