Berglust auf der Südseite der Alpen Bad Kleinkirchheim

Berglust auf der Südseite der Alpen Nassfeld/Pressegger See - Lesachtal - Weissensee

Berglust auf der Südseite der Alpen Biosphärenpark Nockberge

Berglust auf der Südseite der Alpen Nationalparkregion Hohe Tauern

Hoch, Höher, Hochrindl

Blumen in der unberührten Natur

In den Nockbergen

Rundwanderung auf der Hochrindl

Saftig grüne Bergrücken, panoramareiche Ausblicke und eine luftige Brise: Die Hochrindl ruft auch im Sommer zu Sport und Bewegung unter freiem Himmel. Im Herzen der Nockberge und inmitten einer abwechslungsreichen Natur ist aktives Wandern angesagt – selbst oder gerade bei spätsommerlichen Temperaturen.

Während im Tal die Seen noch zum Baden einladen, wollen wir uns auf fast 2.000 Metern Höhe erfrischen und uns die kühle Herbstluft um die Ohren wehen lassen. Wir verabreden uns kurzerhand mit Gerlinde Schnitzer-Zarre von der Skischule Hochrindl, die uns eine besonders schöne Rundwanderung in den Nockbergen verspricht: Einmal um den Gurk-Ursprung.

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© Alexandra Kimmer / Mitten in unberührter Natur
Über Sirnitz erreichen wir die auf 1.670 m gelegene Hochrindl, wo uns Gerlinde, eine erwiesene Kennerin der Gegend, herzlich in Empfang nimmt. Mit Wanderstöcken, Rucksack und einer Jause ausgerüstet beginnen wir unsere gemeinsame Tour am Alpenpanoramaweg Richtung Weißes Kreuz. 

Nach dem ersten Anstieg erreichen wir die Pölling (1.750 m). Eine weite, blühende Almlandschaft in einem Talkessel breitet sich vor uns aus.
„Da drüben“ sagt Gerlinde und zeigt mit ihrem Wanderstock auf die gegenüberliegende Hügelkette: „da sehen wir unseren Wanderweg, der sich in einem weiten Bogen über zahlreiche sanft geschwungene Gipfel zieht.“
Wanderhütte auf der Hütte
© Alexandra Kimmer / Die urige Hoishütte lockt mit kühlem Bier im Wassertrog
Noch bevor ich überlege, ob die Tour, die wir uns vorgenommen haben, nicht doch etwas lang sein könnte, erreichen wir die Hoishütte

Das Kleinod liegt im Schatten der Zirben und hält ein kühles Bier aus dem Wassertrog für uns bereit. Am Weißen Kreuz, unter der Haidnerhöhe (1.799 m), erzählt uns Gerlinde, dass an dieser Stelle, wo heute das Kreuz steht, einst eine Sennerin mit ihren Tieren im Schneesturm starb und den weißen Tod fand. 

Rund um den Gurk Ursprung

Über den sanften Bergrücken, der nur langsam hinaufführt, erreichen wir unterhalb vom Lattersteig eine urige Alpenvereinsschutzhütte. „Sie bietet Unterstand, wenn mal ein Gewitter aufkommt“ erklärt Gerlinde. Uns bietet sie eine genussvolle Gelegenheit für eine Brotzeit, denn mit der Hütte ist auch fast die Hälfte unserer Tour erreicht. Wir probieren den luftgeselchten Gurktaler Speck und dazu gibt es würzigen Almkäse. 
Östlich im Talkessel unter uns gelegen sehen wir zwei Karseen mit dem sogenannten Gurk- und dem Torersee.
„Hier entspringt die Gurk“ erklärt Gerlinde „sie schlängelt sich über 157 Kilometer und mündet als zweitlängster Fluss Kärntens bei Völkermarkt in die Drau“.
Es ist ganz still um uns herum, ein paar Murmeltierpfiffe sind in der Ferne zu hören.

„Auf-auf!“ treibt uns Gerlinde schließlich an, denn sie möchte uns etwas zeigen: Rechts von der Hütte, wo der felsige Lattersteig beginnt und über ein schmales Steiglein recht steil wird, entdecken wir Spuren von alten Karrenwägen. Ein Saumpfad. „Jedoch“, erklärt Gerlinde „ist dies nicht der offizielle Handelsweg, hier verlief die Schmugglerroute im heimlichen Warenaustausch zwischen Nord und Süd mit Wein und Salz.“

Hoch über den Gipfeln

Über einen anspruchsvollen Steig erreichen wir das Gipfelkreuz der Bretthöhe (2.320 m). Von dessen Kammlinie schauen wir erhaben über die Hänge der Gurktaler Alpen hinunter. Mit bester Sicht auf die Nocken ringsumher bis hin zu den Julischen Alpen reicht das Panorama. 
Der höchste Punkt unserer Wanderung ist erreicht. Hinter uns sehen wir in einem weiten Bogen die zurückgelegte Strecke und die von uns stolz bewunderten Höhenmeter. Vor uns wird der Weg nun wieder sanfter. 
Gipfelglück auf der Bretthöhe
© Alexandra Kimmer / Genussvolles Gipfelglück auf der Bretthöhe
Der Große und der Kleine Speikkofel (2.270 m/2.109 m) sind schnell erreicht und mit dem betörenden Speikduft in der Nase queren wir die Almböden talwärts Richtung St. Lorenzen und in einer Linkskurve Richtung Hochrindl. Den tiefsten Punkt erreichen wir beim Überqueren der Gurk im Naturschutzgebiet Seebachern (1.407 m).
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© Alexandra Kimmer / Den giftigen blauen Eisenhut findet man immer wieder vereinzelt am Wegesrand
Wunderschön mäandrisch durchschlängelt die Gurk hier die unberührte Natur. Noch ein letztes Mal innehalten und genießen rät uns Gerlinde, denn die letzten zwei Kilometer werden uns noch einmal fast 200 Höhenmeter im Endspurt durch den Wald und zurück zum Parkplatz führen, wo wir unsere Tour mit einem kühlen Bier im Almengasthof Stoichart beschließen. 

 

Tourdaten

Gehzeit (ohne Pause): 6.00 Std.
Höhenunterschied: 1.000 m
Gesamtlänge: 21 km
Bilder und Text: Alexandra Kimmer / September 2016

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