Berglust auf der Südseite der Alpen Bad Kleinkirchheim

Berglust auf der Südseite der Alpen Nassfeld/Pressegger See - Lesachtal - Weissensee

Berglust auf der Südseite der Alpen Biosphärenpark Nockberge

Berglust auf der Südseite der Alpen Nationalparkregion Hohe Tauern

In den Nockbergen

Drei-Gipfel-Tour im Biosphärenpark Nockberge

Wer die typischen Nockberge mit ihren sanften Hügeln und den weiten Almwiesen sucht, wird fern vom Trubel, auf dem Stileck im Biospährenpark Nockberge das Richtige finden.

Zwischen der Millstätter Alpe und dem Rosennock führt ein nicht häufig begangener Rundwanderweg von der Thomannbauerhütte über das Stileck zur Lamprechthütte. 

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© Alexandra Kimmer / Hüttengaudi mit Dietmar Oberlerchner (mitte), sowie Thomas Kimmer (links) und ein weiterer Gast

Auf die Gipfel, fertig, los!

Unser langjähriger Freund und Alpenvereinsobmann der Sektion Radenthein, Dietmar Oberlerchner, möchte uns seine Lieblingstour vorstellen und lädt uns zu dieser gemeinsamen Drei-Gipfel-Tour mitten im Biosphärenpark Nockberge ein.
Von Radenthein fahren wir nach Kaning und nehmen die Abzweigung Richtung Magnesitbergwerk. Bei der Bergarbeitersiedlung, die heute nahezu stillgelegt ist, gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten.

Zwar wäre auch die Thomanbauerhütte mit dem Auto erreichbar, wegen der schlechten Straßenverhältnisse entscheiden wir uns jedoch, die knappe Stunde dorthin zu Fuß zu gehen. 

Hammerwerk zur Eisenverarbeitung

Es ist noch frisch an diesem Morgen und wir packen zur Sicherheit noch eine wärmende Jacke ein. Dietmar geht mit großen Schritten voraus. „Typisch für die Gegend durch die unsere Wanderung führt, ist die Bergbautätigkeit“ erzählt Dietmar und weist auf einen stillgelegten Stollen. „Bis ins ausgehende Mittelalter ist die Tätigkeit nachweisbar. Einst wurde hier das Hammerwerk zur Eisenverarbeitung betrieben.“ Dem rot-weiß-rot markierten Pfad folgen wir über die Almen bergauf und erreichen bald die nicht bewirtschaftete Thomanbauerhütte.
© Alexandra Kimmer / Gemütliche Einkehr bei der Lamprechtalmhütte
Zwei junge Burschen spielen am Teich bei der Hütte, sie erklären uns, dass sie Forellen für das Mittagessen angeln. Fangfrische Forelle - das klingt köstlich und Dietmar verspricht, dass auch wir heute noch in den Genuss kommen werden.

Der Wegweiser an der alten Lärche gleich nach der Thomanbauerhütte weist uns den Weg nach links, von wo der Weg Nr. 193 Richtung Stileck führt.

Drei-Gipfel-Tour

Mit einem leichten Anstieg über den weichen Speik- und  Arnikaboden erreichen wir den ersten Gipfel, den Rabenkofel (2.059 m). Wir gönnen uns eine Pause unter dem Gipfelkreuz und genießen den Rundblick über die Nockberge und ins Lieser- und Maltatal. Die Nebelfelder im Tal unter uns lösen sich nur langsam auf. Auf dem Kamm wandern wir schließlich weiter über grüne Almwiesen Richtung Stileck (2.179 m). 
Es ist der höchste Punkt unserer Tour und wir genießen die Fernsicht von der Ankogel- und Kreuzeckgruppe bis zu den Karnischen und Julischen Alpen. Zur besseren Gipfelorientierung nehmen wir auch die steinerne Panorama-Platte zur Hilfe.
 
Geschafft, geschafft, geschafft“ haken wir im Wechsel bei der Silhouette der Berge und Bergketten ab, die wir mit dem Zeigefinger nachzuziehen versuchen.
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© Alexandra Kimmer / Auf dem Weg zum Langnock
Etwas zur Eile drängt uns Dietmar nun. Er kann es kaum erwarten, mit uns gemeinsam die Forellen zu probieren. 
Aber vorher noch haben wir einen dritten Gipfel vor uns: Den Langnock (2.109 m). Wir erreichen diesen über den breiten Graskamm und von hier erkennen wir auch die Fischteiche von der Lamprechtalm.

Gebirgsforellen Müllerin Art

Im flotten Tempo steigen wir ab. Der nahrhafte Almboden hält eine wahre Blumenpracht für uns bereit: Arnika, Baldrian, Schafgarbe, Johanniskraut und Kohlröschen. Auf ein besonders seltenes Exemplar macht uns Dietmar aufmerksam: Der weiße Enzian.
 
Im Gegensatz zum Blauen Enzian ist der Weiße sehr viel seltener und mit einem Augenzwinkern sagt Dietmar: „Wo ein weißer Enzian blüht, soll ein Schatz zu finden sein“. 
© Alexandra Kimmer
Eine halbe Stunde später erreichen wir die Lamprechtalmhütte. Südostseitig in der Mittagssonne thront sie dort seit über 300 Jahren und lädt ihre Gäste zum Verweilen ein. Wir probieren die mit Knoblauch eingelegten fangfrischen Gebirgsforellen aus dem Almsee und genießen einen gut gekühlten Weißwein dazu. 

Durch einen lichten Lärchen- und Zirbenwald führt uns die Forststraße zur Thomanbauerhütte zurück von wo aus wir unseren Weg zum Parkplatz antreten. 

 

Tourdaten

Gehzeit (ohne Pause): 4.00 Std.
Höhenunterschied: 600 m
Gesamtlänge: 8 km
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwere Bergwanderung, Vorsicht bei Gewitter

Bilder und Text: Alexandra Kimmer / September 2016

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