Berglust auf der Südseite der Alpen Bad Kleinkirchheim

Berglust auf der Südseite der Alpen Nassfeld/Pressegger See - Lesachtal - Weissensee

Berglust auf der Südseite der Alpen Biosphärenpark Nockberge

Singletrail-Kurs in den Kärntner Nockbergen

Mountainbiken mit Blick auf den Feldsee

nock/art Bad Kleinkirchheim

Besser biken lernen in den Nockbergen

Mein erster Eindruck: Feld am See liegt idyllisch, mit dem Feldsee auf der einen Seite – die Berge auf der anderen sind fast in Griffweite. Der zweite Eindruck: Menschen in Bikebekleidung sind hier keine kleine Minderheit, sondern eher in der Mehrheit. Kein Wunder: Befindet man sich doch mitten in der „nock/bike“-Region.

Samstag, 8 Uhr, Ende Mai: Bei unserem Treffpunkt, dem „Lindenhof", erklärt Hotelchef Hannes Nindler einem Biker-Pärchen gerade eine Tour. Draußen beim Kirchplatz rollt eine Gruppe Rennradfahrer vorbei. Dabei ist die Bikesaison gerade erst im Anlaufen.

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Der Lindenhof-Chef sowie einige weitere treibenden Kräfte in der Region haben hier Erstaunliches für Mountainbiker (genauso wie für Rennrad- und Tourenradfahrer) auf die Beine gestellt. Der gute Ruf eilt der „nock/bike“-Region rund um die Hauptorte Bad Kleinkirchheim und Feld am See voraus. Seit rund 20 Jahren gibt es die Bike-Region, die die Regionen „Bad Kleinkirchheim“ sowie „Millstätter See“ umfasst, und Radfahren in einer einzigartigen Berg-Seen-Landschaft abseits des Mainstreams ermöglicht.
Bikeschul-Chef Wolfgang Krainer in Aktion
© Christof Domenig / Bikeschul-Chef Wolfgang Krainer in Aktion

Fahrtechnikkurs auf Singletrails

Das Bike-Kompetenzzentrum ist aber die „Sportschule Krainer“ von Wolfgang Krainer, ebenfalls in Feld am See. Und genau bei dieser wollen wir uns heute einklinken. Während ein Teil der Gruppe mit einem Guide der Bikeschule eine knackige Tour mit rund 1.000 Höhenmeter auf den Wöllaner Nock als Ziel hat, passt mir das Angebot „Fahrtechniktraining auf Singletrails“ perfekt. Das kann man, gerade als „Flachland-Biker“, zu Saisonbeginn gut gebrauchen. Außerdem sind legal fahrbare Singletrails in Österreich ja eher eine Rarität. Hier in den Kärntner Nockbergen gibt es sie dagegen in erstaunlich hoher Dichte.
9 Uhr: Ich lerne die Kolleginnen von der „Fahrtechnik“-Gruppe kennen. Dass Mountainbiken auch immer mehr Frauen begeistert, ist bekannt. Dass ich neben Bikeschul-Profi Wolfgang Krainer der einzige männliche Bestandteil der Gruppe bin, überrascht mich aber doch. „Sind männliche Biker alle zu eitel, einen Fahrtechnikkurs zu besuchen?“ – „Möglicherweise“, lacht Lissy, neben Wolfgang unsere Instruktorin für diesen Tag, „normalerweise ist der Männer-Frauen-Anteil eher Halbe-Halbe.“
Basisübungen auf dem Lernparcours der Bikeschule
© Christof Domenig / Am Übungsparcour. Die wichtigste Regel lautet: Abgestiegen wird nach hinten.

Startpunkt auf 1.550 Metern

Bevor es in die Berge geht, stehen ein paar Basisübungen auf dem Lernparcours der Bikeschule auf dem Programm. Bremstechnik, Gewichtverlagerung, Überfahren und Abfedern von Bodenwellen und Stufen. Wichtigste Regel: Beim Stehenbleiben immer nach hinten absteigen.
Mit dem Shuttle geht es zu unserem Startpunkt auf die 1.550 m hohe Feldpannalm hinauf. Rund 800 Höhenmeter, die mit guter Kondition sicher auch eine sehr gute „Aufwärmrunde“ ergeben, sinniere ich. Die steile, serpentinenreiche Asphaltstraße geht nämlich recht bald in Schotter über. Im Winter verläuft hier die Rodelbahn, in der schneefreien Zeit nutzen sie die Mountainbiker.

Rein in den Trail

Einige Höhenmeter sind von der Feldpannalm über die Forststraße dann noch hochzuklettern; dann geht es links in den „T3“, den Rossalmtrail. „Einen von den einfachen“, wie Wolfgang versichert. Ein paar Überwindungs-Passagen sind aber schon dabei – einige steilere, steinige Abschnitte und Stufen. Dort wird jeweils gestoppt, mehrmals zurückgeschoben und geübt. Wolfgang und Lissy erklären, worauf es ankommt. Die „Ideallinie“ zu erkennen, locker in den Armen und Schultern zu sein. Nicht gleich zu weit in die Knie zu gehen, sondern erst, wenn es der Untergrund erfordert, die körpereigenen „Federelemente“ geschmeidig einzusetzen. Mit ein wenig Schwung fahren, macht die Sache gleich einfacher.
In dieser Landschaft macht das Training noch mal so viel Spaß. Grün und rund, aber gleichzeitig um einiges über 2.000 Meter hoch präsentieren sich die Berge, saftig die Almwiesen, immer wieder tun sich wunderbare Aussichtspunkte auf. Apropos „Wiese“: Dass man auf dem Rossalmtrail „im Fall des Falles“ weich abrollt, kann ich bestätigen. Bei einem „Notstop“ an einer steilen Passage vergesse ich auf die wichtigste gelernte Grundregel: Immer nach hinten absteigen, weil sonst die unelegante Rolle vorwärts mit Bike auf den Fuß folgt …

Die Zeit verfliegt: Hunger als Indikator

14 Uhr: Dank des abwechslungsreichen Übungsprogramms ist der Hunger der beste Indikator dafür, wie schnell die Zeit vergeht. Der treibt unsere Gruppe am frühen Nachmittag in die „Sonnige Rieserhütte“. Ich kann versprechen: der Kaiserschmarren hält, was er optisch verspricht!
Kaiserschmarrn mit Apfelmus
© Christof Domenig / Genug Energie auch für mehrere Gipfeltouren …
Die Kolleginnen freuten sich indessen über eine Brettljause oder über „Kärntner Frigga“. Letztere ist eine regionale Spezialität aus Eiern, Speck und Bergkäse, die in der Pfanne serviert wird.

Auf der Sonnenterrasse hätten wir es bestimmt noch länger ausgehalten, doch die finalen Herausforderung am Nachmittag ruft: Der Feldpannbachtrail. Der „T2“ führt durch einen Wald am sanft rauschenden Bach entlang. Echt idyllisch, die Szenerie. Noch einmal ist Konzentration gefragt, um die (für weniger Geübte) nicht gerade einfachen Passagen zu meistern. Gegen 15.30 Uhr ist der Trail geschafft. Für heute wollen wir es gut sein zu lassen und ins Tal abfahren.

 

Der Blick auf die „Badewanne“ – den Feldsee

Über die „Rodelbahn“ und die schmale Asphaltstraße geht es retour, wobei wir noch einen Abstecher über einen Feldweg machen und einen letzten Aussichtspunkt auf den See genießen. Ende Mai, mit rund 18 Grad Wassertemperatur, lädt der eher nur die wirklich harten Biker zum Reinspringen nach der Tour ein. Im Sommer wird er bis zu 28 Grad warm. Da hat dann jeder die Wahl: Das Regenerationsbad einfach nach draußen verlegen – oder doch in einer der Bad Kleinkirchheimer Thermen, dem Thermal Römerbad oder der Therme St. Kathrein, entspannen? Wir gönnen uns das Römerbad – fein für die strapazierten Muskeln.
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© Christof Domenig / Abschluss mit Blick auf den Feldsee
18 Uhr: Wo der Tag begonnen hat, endet er auch: In Hannes Nindlers Lindenhof, bei einem Gourmetmenü, das den „Kärntna Låx’n“ in den Mittelpunkt stellt. Diese ganz spezielle Seeforelle kommt direkt aus dem Feldsee und schmeckt vorzüglich. Noch ein Grund mehr, um sich das (Bike-) Erlebnis in den Kärntner Nockbergen möglichst bald wieder zu gönnen.

Bilder und Text: Christof Domenig / 30. Mai 2015

 

Nock/bike

„nock/bike“ steht seit rund 20 Jahren für eine einzigartige Berg-Seen-Landschaft abseits der Mainstream-Bikeregionen und umfasst die Regionen Bad Kleinkirchheim und den Millstätter See. Seit 2015 umfasst das neu beschilderte und konzipierte Streckennetz 750 Kilometer.

Das Bike-Erlebnis erstreckt sich von 2000 m hohen Gipfeln über anspruchsvolle Single-Trailabfahrten bis hin zum gemütlichen Radeln für Familien.
Schon bald sollen mit Flow Trails in Bad Kleinkirchheim und Minibikeparks weitere Attraktionen hinzukommen.

Im Bike-Kompetenz-Zentrum der Sportschule Krainer in Feld am See kann man täglich aus bis zu sechs geführten Touren aller Schwierigkeitsgrade wählen (vom Schnupperkurs über Schulungen für Einsteiger bis zu anspruchsvollen Touren mit Singletrails). Das Team sorgt auch für erstklassiges Material und die notwendige Mobilität innerhalb der nock/bike-Region.

27 Rennradrouten finden sich in der Region Bad Kleinkirchheim. Den Höhepunkt dabei bildet die Nockalmstraße: Auf einer Länge von 35 Kilometern führt sie durch den Biosphärenpark Nockberge. Jede ihrer 52 Kehren ist ein Genuss.
Rund 50 Stationen zum Leihen und Laden von E-Bikes stehen in Bad Kleinkirchheim und am Millstätter See bereit.
www.nockbike.at
 
Buchbare Angebote:
Erlebnis-Nockbike-Fahrtechnik-Tage
Nockbike-Erlebniswoche

Geschichten aus der Region

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Auf der Suche nach dem Glück in Feld am See

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... wo die Almröserln wachs'n und der Enzian blüaht."

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