Berglust auf der Südseite der Alpen Bad Kleinkirchheim

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Berglust auf der Südseite der Alpen Nassfeld/Pressegger See - Lesachtal - Weissensee

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Berglust auf der Südseite der Alpen Biosphärenpark Nockberge

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Almfrühstück

Bad Kleinkirchheim

Der Geschmack der Kindheit

Auf der Alm gibt’s zwar keine Sünd‘, dafür aber meistens eine gute Jause! Und wenn es dazu auch noch mit dem Traktortaxi auf die Höh‘ geht, dann ist der Spaß auch schon vorprogrammiert. Vom Almfrühstück in den Nockbergen, wo Kindheitserinnerungen wieder wach werden.

Nach einer Wanderung schmeckt eine Almjause natürlich noch besser, aber so ein Frühstück auf der Alm mit Traktor-Shuttleservice - das hat auch was! Zünftig im Anhänger geht es von Feld am See auf die Feldpannalm zur Klamer Hütte. Chauffiert werden wir vom Senner Klaus Kohlweiß persönlich. Und so brauchen wir auch nur rund 40 Minuten für die acht Kilometer in die Berge. Bis auf 1500 Meter Seehöhe geht es hinauf auf die Alm, die idyllisch in einem Kessel eingebettet liegt. Hinter dem Wöllaner Nock auf der einen und der Kaiserburg auf der anderen Seite, wie Klaus uns erklärt.

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Die Luft ist frisch hier oben an diesem Sommermorgen und der Morgentau auf den Gräsern glitzert im Sonnenschein. Vor der Almhütte plätschert ein kleiner Gebirgsbach und in der Ferne ist das Bimmeln der Kuhglocken zu hören. Ich sauge die Almluft in mich ein, die würzig nach wildem Thymian riecht, der direkt im Hang unter der Almhütte blüht.
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© A. Janesch / Feldpannalm
Vor dem Frühstück drehe ich noch eine Runde im Stall, wo Praktikantin Anna am Werkeln ist. Sie versorgt gerade das Kälbchen, das leider noch nicht auf die Weide darf. Mich begrüßen die jungen Mangalitza-Schweine aufgeregt, die in ihrer Box herumrennen. Damit sie auch auf ein Foto zu bekommen sind, muss Anna sie allerdings mit ein paar Leckerlis bestechen. Im Stall sind nur die Kleinen anzutreffen, die großen sind ständig auf der Weide.
Almhütte Klamerhütte
© A. Janesch / Klamerhütte

Frühstück in der Almhütte

Ich trete in die Hütte, in der es verführerisch nach Kärntner Reindling duftet. Dazu mischt sich der herrliche Geruch von Filterkaffee. Der Frühstückstisch ist schon liebevoll und reich gedeckt. Auf uns warten nur Produkte, die aus der eigenen Produktion oder der Region kommen. Auch das frischgebackene Schwarzbrot ist hausgemacht, genauso wie die Aufstriche, der Schinken und natürlich der Käse. Den Berg- und Frischkäse produziert Klaus seit einigen Jahren in der Käserei auf der Alm. Die würzige Note zeigt, dass die Kühe auf der Alm nur beste Gräser und Kräuter fressen.
Ich schmiere mir ein Butterbrot und schon der erste Bissen lässt mein Herz höherschlagen. Der Geschmack frischer Almbutter weckt wunderschöne Kindheitserinnerungen in mir. An glückliche Ferientage auf der Almhütte meines Opas, wo ich mit meiner Familie und Freunden viele Sommer verbracht habe. Täglich hat uns die benachbarte Sennerin mit Milch, Butter und Almschotten versorgt. Und wir haben uns damit den Bauch vollgeschlagen. Herrlich passt diese Almbutter auch auf den warmen Reindling, der nach Zimt und Rosinen duftet. Dafür lasse ich sogar den Schinken stehen, der mich köstlich anlacht. Eine Wonne für den Gaumen ist das selbstgemachte Joghurt, dessen voller Geschmack in keinster Weise mit jenem im Supermarkt zu vergleichen ist. Köstlich und unverfälscht schmeckt auch der Speck von den Mangalitza-Schweinen, den Klaus natürlich auch selbst produziert.
Während ich mit den anderen Gästen dieses herrliche Frühstück genieße, erzählt Klaus uns alles, was wir über die Alm und seine Käserei wissen müssen. In der gemütlichen Runde entsteht ein nettes Gespräch über die Landwirtschaft und die wertvolle Arbeit unserer Bauern. Und der eine oder andere kann auch eine interessante Anekdote dazu beisteuern.
 
Gemütliche Almhütte
© A. Janesch / Almhütte

Besuch der Käserei

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© A. Janesch / Bergkäse
Viel zu schnell verfliegt die Zeit auf der Klamer Hütte. Gerne wäre ich noch ein wenig vor der Hütte in der Sonne gesessen, um die Ruhe und die Almluft zu genießen. Bevor wir wieder mit dem Traktor ins Tal aufbrechen, bekommen wir von Klaus noch eine Führung in seiner Käserei. Hier entsteht der Bergkäse, den er ab Hof, auf dem Bauernmarkt und in der Schaukäserei Kaslab’n in Radenthein verkauft. In jedem Stück Käse schmeckt man die Natur und die Hingabe, mit der er produziert wurde.
 
Auf der Rückfahrt ins Tal legen wir noch einen Zwischenstopp bei den Mangalitza-Schweinen und den Schafen ein. Täglich füttert Klaus seine Tiere zusätzlich mit Leckerlis, damit sie hier in der freien Natur nicht verwildern. Sie kennen das Traktorgeräusch von Klaus schon und stürmen von weit her, wenn er näherkommt. Da wird aus dem Alm- schnell ein Rennschwein, wenn es weiß, dass es dann etwas Gutes bekommt.
 
© Anita Janesch / Tierfütterung
Almhütte Feldpannalm
© Anita Janesch / Almhütte
Tipp
Die Feldpannalm kann auch im Zuge einer Familien-Wanderung besucht werden.  Eine mittelschwere Rundwanderung ohne langen Anstieg führt von der Kaiserburg über den Wöllaner Nock zur Feldpannalm. Dieses schöne Almerlebnis in den Nockbergen ist eine landschaftlich abwechslungsreiche Tour, die traumhafte Aussichten bietet.  Ausgangspunkt ist der Parkplatz Kaiserburg, Dauer ca. 3 Stunden.
 
Bilder, Text und Video: Anita Janesch / 17.07.2018

Autorenvorstellung: Anita Janesch

Ich arbeite im Marketing und Verkauf in einem Landtechnik-Fachbetrieb und betreibe nebenbei meinen Blog, weil ich hier meine Kreativität ausleben kann. In meiner Freizeit singe ich im Chor, liebe ich das Skifahren und Wandern, reise gerne und bin viel mit meinem Cabrio in Kärnten unterwegs.

Mein Lieblingsplatz in der Natur ist ein Berggipfel, den ich bei einer Jause genießen kann. Mein Lieblingsgericht aus der Kärntner Küche ist eine saure Kirchtagssuppe mit Reindling.

An Kärnten fasziniert mich am meisten das Leben im Dreiländereck: ein schneller Kaffee in Italien, eine leckere Cremeschnitte in Slowenien – von Kärnten aus ist das alles in kürzester Zeit möglich.

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