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Senkrecht nach oben...

Biosphärenpark Nockberge

In der Senkrechten den Berg hinauf

Am Falkert locken Klettersteig und Boulderfelsen motivierte Kraxler an und als kulinarischen Abschluss darf man sich auch gleich im Fischfangen versuchen. Ein Genuss auf ganzer Linie.

Als sanft-hügelige Grasberge werden die Nockberge gerne in die Auslage gestellt. Dies ist auch soweit korrekt, wenn da nicht ein Berg die kleine aber feine Ausnahme bilden würde, beziehungsweise auch über eine schroffe Seite verfügt. Die Rede ist vom Falkert: An der Nordseite führt der Wanderweg über eine idyllische Bergwiese nach oben, die Südseite jedoch verfügt über eine beeindruckende Felswand, die Klettersteigfans wie mir ein wahres Leuchten in die Augen zaubert.

 

Gemeinsam mit Lukas Köfer vom Tourismusverein Falkert geht es heute diesen Weg in der Senkrechten zum Gipfel hinauf. Der sogenannte Klettersteig Falken-Steig wird mit „D“ bewertet, Armkraft und etwas Erfahrung schaden also nicht, ein weiterer Klettersteig der leichteren Kategorie „B“ sei aber gerade in der Planungsphase, erzählt Lukas. Insgesamt sollte man eine gute Stunde für den Steig einplanen, den man über einen gemütlichen Wanderweg in rund 30 Minuten erreicht.


Rasch wird also der Helm aufgesetzt, der Gurt mit dem Klettersteigset angeschnallt und das Stahlseil mit beiden Händen fest umklammert. Gleich zu Beginn zeigt der Klettersteig, was er kann, eine steile, überdachte Verschneidung bildet den Einstieg. Diese Hürde gemeistert, kraxle ich weiter nach oben, immer begleitet vom stetigen Klacken der Karabiner.

Der Falkert liegt übrigens mitten im Biosphärenpark Nockberge, einem Schutzgebiet, wo man den natürlichen und wertvollen Lebensraum für Mensch und Tier erhalten möchte und wo Wirtschaft und Tradition noch im Einklang miteinander verbunden sind. Das merken wir hier auch auf Schritt und Tritt, während es wenig später zwischen friedlich grasenden Kühen über das Sonntagstal zurück zum Falkertsee geht.

Entlang des Weges befinden sich auch einige, größere Felsen, die als Boulderbereich ausgeschildert sind. Bouldern ist im Gegensatz zum Klettersteig, das Klettern ohne Seil und Gurt an größeren Felsblöcken in Absprunghöhe. Praktisch, dass davon in der genügend vorzufinden sind, welche sich vom eigentlichen Felsen im Berg über die Jahre hinweg gelöst haben. 
Aber auch die Jüngsten kommen nicht zu kurz, wie mir Lukas berichtet, denn für die kleinen Kletterfans gibt es am See einen Kinderklettersteig zum Üben mit einer 100 Meter langen Seilrutsche.

Leicht unbeholfen mache ich mich als Angelneuling an den Versuch, den Maisköder korrekt am Haken zu platzieren. Aber Lukas ist gleich zu Stelle und hilft mir, die Rute schlussendlich auch ohne zu verheddern ins Wasser zu werfen.
Nach einigen Minuten bangen Wartens bewegt sich doch tatsächlich die Angelschnur, ein Fisch ist am Haken! Aufgeregt fischen wir diesen gemeinsam heraus. Lukas schnappt sich den frischen Fang sofort und verschwindet damit schnurstracks in die Küche der angrenzenden, urigen Falkert-Seehütte. Frisch herausgebraten auf zerlassener Butter und mit Petersilkartoffel garniert, kann ich die Forelle später am Nachmittag genussvoll auf der Sonnenterrasse der Hütte direkt am Falkertsee genießen. Regionaler und frischer geht’s wohl kaum.

Um Klettersteig und Bouldergarten ausgiebig erkunden zu können, empfiehlt sich das geführte Sommerprogramm „Kletterbare Nockberge: Klettersteigerlebnis für die ganze Familie am Heidi-Alm BergResort - Falkert.“ Nähere Informationen dazu unter www.heidialm.at und unter der Telefonnummer 0043-04275-7222.

 

Von Sabine Weyrer, 27. Mai 2015

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